Dezember 2016

Arasittich Projekt Mexico

Der Arasittich ( Rhynchopsitta pachyrhyncha) ist weitgehend begrenzt in der Sierra Madre Occidental, Mexico, in Nord-Ost Sonora, West Chihuahua, Süd und West Durango und Michoacán.

 

 

Vereinzelt kleinere Bestände kommen in Sinaloa und Jalisco vor. Jahreszeit abhängige Vogelwanderungen kommen in den Staaten Nayarit, Jalisco, Colima und Michoacán vor.

 

Vorkommnisse vor 1960 von Rhynchopsitta Papageien von Coahuila, México und Veracruz gehören möglicherweise auch zu den Wandervögel. Vormals kamen sie in den USA, in Arizona und New Mexico vor, aber verschwanden in den frühen 90 iger Jahren.

Neu angesiedelte Vögel haben in letzter Zeit in den USA gebrütet.

Der Bestand wurde 1992 auf weniger als 3000 Vögel geschätzt.

Im Jahr 2004,wurde ein Bestand von 2’000-5’000 angenommen, einschliesslich ungefähr 1’800 erwachsene Vögel.

Diese Zahlen könnten eine Überschätzung sein, da nicht alle beobachteten Nisthöhlen jedes Jahr belegt werden. Gemäss Berichten von Bewohnern von  Ejidos besetztes Land, haben die Gruppengrössen und Sichtungen aller Gruppen abgenommen und einige lokale Bestände seien sogar ganz verschwunden.

  

 


Abgeleitet von einer Erklärung von Ortiz Maciel und Cruz Nieto (2004), wird angenommen das bis zu 140 Nester in der Bisaloachic-Cebadillas Region vorhanden sind, was ca.10% der lokal bekannten Brutansiedelung ausmacht, daher ergibt sich diese Zahl. Wie bereits erwähnt, diese Zahlen sind vielleicht zu hoch angesetzt, da nicht alle beobachteten Nisthöhlen auch jedes Jahr belegt werden. Vielleicht sind es sogar weniger als 100 aktive belegte Nester pro Jahr.

 

Es wird vermutet, dass die Population dieser Art, sich sehr schnell vermindert, als Folge von der Beseitigung und Abnahme des Lebensraumes.

 

Der Lebensraum beinhaltet Nadelgehölz, Pinien und Fichtenwälder auf 1,200-3,600 m, aber sie brüten zwischen 2,000 bis 2,700 m .

Die Papageien nisten in Baumhöhlen, besonders in den Pinienaststümpfen und Duglasfichte ( Oregon Pine), welche oft von Spechten zuerst ausgehöhlt wurden. Es scheint, dass das Brutpaar über die Auswahl des Baumes je nach Änderungen der lokalen Verfügbarkeit entscheidet.

 

 

Enkerlin-Hoeflich 2004, das Brüten stimmt überein mit der Höchstvorkommniss der Pinienkerne, welche für diese Papageienart das Hauptnahrungsmittel ist. Die Legeperiode ist Mitte Juni bis im Spät Juli  (Monterrubio-Rico und Enkerlin-Hoeflich 2004). Die Gruppen schlafen in den Kliffs, aber wiedereingeführte Vögel wählen auch Bäume. Ausserhalb der Brutsaison verhalten sich die Vögel nomadenhaft, entsprechend der Vorkommnisse der Zapfen. Weniger als 0.06% bleibt von dem ursprünglichen Wald übrig in der Sierra Madre Occidental Ökoregion. Eine überaus grosse Anpassung von altgewachsenen Pinienwäldern für Holz, Zellstoff und Papier hat statt gefunden. In der westlichen Sierra Madre, 80-85% der Waldabdeckung besteht noch, aber nur 0.6% ist vom Altbestand. 1994 fand eine sehr grosse Zerstörung des Lebensraums in Süd Chihuahua durch Drogen-Anbauer, Förstern und einer grossen Anzahl von Rindvieh statt. Im gleichen Jahr gab es auch Brände in Mesa de Guacamayas .

Brände sind immer eine ernsthafte Bedrohung für die ganze Tierwelt. Die Abholzung war auch sehr gross in der Sierra Maddre Occidental.

Die Ereignisse waren intensiv in der Sierra Madre Occidental, mit wenigem Verbleib von Wald im Norden. Wirtschaftliche Abholzung in der Gegend beinhaltet grosse Bäume und abgestorbene Bäume,  damit werden die Nestmöglichkeiten sehr gering. Solch grosse Abholzungen im Lebensraum dieser Spezies, ist möglicherweise verantwortlich für deren Abnahme (Monterrubio-Rico and Enkerlin-Hoeflich 2004).

Die Folge des Brutplatzverlustes konzentriert sich in zwei Gebieten: Cebadillas de Yahuirachi und Madera.

 


 

Konservations Vorgehen


CITES Anhang I  geschützt in den USA. Diese Spezies wird verwaltet als Teil des Zooverbandes und Aquaria's Parrot Taxon Beratungsgruppe (Parrot TAG) und war das Thema der Feldstudie seit 1994.  Ein dauerhaftes Forschungsteam, welches in der Sierra Madre Occidental ecoregion stationiert ist, überwacht die Nistplätze und beobachtet die Brutbiologie mit dem Ziel, die Wälder so zu unterhalten, damit für die Spezies ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Brutplätze und Futtersuchraum in Tancítaro, El Carricito, Monte Oscuro, Mexiquillo, Las Bufas und Cebadillas haben unterschiedliche Schutzgrade. Die Brutplatzumgebung  (das zweitwichtigste Brutgebiet) war in Bearbeitung, als Nationales Waldschutzgebiet anerkannt zu werden und weitere Bemühungen wurden unternommen für den Schutz von Mesa de Guacamayas. Im Jahr 2002 wurde ein Stillhalteabkommen unterschrieben über die Abholzung von Tutuaca Ejido in Bisaloachia (Cebadillas), welches 10% des Brutbestandes für 15 Jahre schützen wird (Enkerlin-Hoeflich 2000, Lurie und Snyder 2001, Ortiz Maciel und Cruz Nieto 2004). Die Vereinbarung beinhaltet die Entschädigung der Hälfte des Wertes vom umgefällten Bäumen für die Ejido von NGOs. Die gleiche Organisation wird der Gemeinde helfen, auch die andere Hälfte des Wertes mit anderen Einnahmequellen zu entschädigen. Solche Vereinbarungen werden in der Madera Region und bis zum Conoachi Ejido erhoben. Duglasfichte ist in Mexiko geschützt.

 

Vorgschlagene Erhaltungsbemühungen

 

-   Konstante Überwachung der Ansiedlungsentwicklung

-   Schutz aller vorhandenen historischen Brutplätze und Abbau der Baumstrümpfe inklusive jene in Mesa Las Guacamayas, Cebadilla/Yahuirachic und Cocono/Cienaga de la Vaca.

-   Annehmen von forstwirtschaftlichen Strategien, welche längere Rotationszyklen beinhalten und Bäume belassen (ein Minimum von fünf grossen Bäume per Hektare [Monterrubio-Rico und Enkerlin-Hoeflich 2004]).

-   Wiederherstellen von abgebauten Gebiete, damit wieder ein mehr gereifter Zustand erreicht werden kann (Monterrubio-Rico und Enkerlin-Hoeflich 2004).

-   Einführen von forstwirtschaftlichen Verhaltensweisen, welches die Wichtigkeit der Erhaltung der Spezies anerkannt (Monterrubio-Rico und Enkerlin-Hoeflich 2004), und spezielle Baumarten zu erhalten,  welche für das Nisten und die Futterversorgung nötig sind (Monterrubio-Rico u.a. 2006).

-   Ergänzen der natürlichen Nisthöhlen mit Nistboxen, um dem Alterungsprozess der Bäume zu entsprechen, was 40 Jahre dauern könnte.

-   Die APASG  Amazonas Park Vereinigung beteiligt sich seit 2015 an der Erfüllung der Vereinbarung für die Entschädigung der Hälfte des Wertes vom umgefällten Bäumen für die Ejido von NGOs. Die gleiche Organisation wird der Gemeinde helfen, auch die andere Hälfte des Wertes mit anderen Einnahmequellen zu entschädigen. Solche Vereinbarungen werden in der Madera Region und bis zum Conoachi Ejido erhoben.

Nistkästen werden von der APASG gespendet

 


2. OKTOBER. 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ARASITTICH

Feldprojekt von APASG in Mexiko – Der ARASITTICHE auch Kiefernsittich genannt

Der ARASITTICH hat ein relativ kleines Verbreitungsgebiet in Mexiko, die Sierra Madre Occidental.Die Art wird bereits seit langem als gefährdet eingestuft und ist abhängig von Pinienwäldern als Nahrungsquelle. Die Populationen des Arasittichs sind in Mexiko rasch zurückgegangen, vorallem aufgrund des weiträumigen Fällens der Pinienwälder der Sierra Madre Occidental.

 

Arasittiche sind nicht auf unberührten Wald angewiesen und können in Gebieten mit selektiver Abholzung überleben, solange genügend abgestorbene, zum Nisten geeignete Bäume stehen bleiben. In den verbliebenen Gebieten, die über tadellosen Wald verfügen, existiert nach wie vor eine recht grosse Anzahl der Papageien. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis die grossen Bäume dieser Gebiete gefällt werden – es sei denn, die Schutzbemühungen werden fortgesetzt und erweisen sich als erfolgreich.
Da wir diese Art bei uns in der Zuchtanlage halten und pflegen, entschied die APASG diese Art zu helfen. Wir trafen der Koordinator zum Schutz der arasittiche in Mexiko, Dr  Ernesto C. Enkerlin-Hoeflich aus der Universität Monterrey, und elaborierten ein  Konzept.
Was sind die wichtigsten Schutzmaßnahmen in den Gebiet der Arasittiche?
Fortsetzung der Studien zur Brutbiologie und Erfordernisse des Lebensraums, indem Brut-Versuche und – Erfolge in bekannten Brutgebieten überwacht werden sollen.
– Dokumentation der Ursachen von Kükensterblichkeit.
– Dokumentation der Ökologie der Nahrungssuche, wie auch der Bestandteile des Speiseplans der Küken währen der Brutsaison.
Überprüfung von Krankheiten wilder Vögel
Schutz des Lebensraums.
Die APASG wird  als Hauptsponsor diesen Projekt auf unbegrenzte Dauer Unterstützen.
Das Projekt wird von der Universität Monterrey und von Pro Natura Mexiko geleitet.
Haltung und Zucht von Arasittiche im Amazonas Park
Diese Papageienart wird im Amazonas Park in 2 Gruppen Eingeteilt.
Gruppe 1: 2 Paare werden jeweils in einzeln Volieren gehalten.
Gruppe 2: 4 Tiere leben in der Kolonie. Die Volieren haben verschiedene Maße, die von jeweils ein Paar beträgt 2,5x6x3m und die in der Kolonie 3x10x3m. Die Volieren werden 2x die Woche mit viel frisch Eukalyptus- und Pinienäste gerüstet damit die Papageien genug Beschäftigung haben. Die werden 2 x täglich gefüttert, morgens bekommen die Obst und Gemüse mit einige Pinienkerne, mittags die Amazonas Park Pantanal Mischung von DeliNature. Wir haben auch verschieden Nistkästen von 0,30×0,30x1m in der Voliere aufgeteilt.
Da die Temperaturen in Kreta sehr mild sind haben wir beobachtet dass die Arasittiche nicht wie verschiedene andere Südamerikanische Sitticharten im Nistkästen schlaffen, sondern interessieren sich nur während der Brutzeit an den Nistkästen. Bei den Paaren die einzel  gehalten werden konnte man Brut Aktivitäten wie Balzen und Fütterung des Weibchen beobachten. Bei die Paare in der Kolonie waren diese Beobachtungen nicht festzustellen.
Da waren wir sehr überrascht als bei der Fütterung morgens ein Arasittiche  der Kolonie fehlte. Sie war im Nistkasten, und 5 Tage später das erste Ei. Das Paar war sehr Aggressiv bei jeder Kontrolle des Nistkasten. Insgesamt legte sie 2 Eier, die auch befruchtet waren. Die Freude war groß im Team aber es schlüpfte nur ein Jungvogel. Wir entschieden der Jungvogel mit der Hand aufzuziehen. Es gab keinerlei Probleme während der Handaufzucht. Die Paare die einzeln gehalten werden zeigen langsam auch Interesse an den Nistkästen. Meine
Erfahrung mit den Arasittiche hat mir gezeigt, dass es nicht immer maßgeblich ist, wie Die Arasittiche gehalten werden sollen, in der Kolonie oder Paarweise, sondern die Harmonie des Paares und viel Gedult, bringt Zuchterfolge.
Wir werden alle Papageienfreunde ständig über unsere Feld Projekte und Zuchterfolge berichten.
Patricio Do Nascimento
Amazonas Park Association “APASG”
Kreta – Greece

 

Arasittich Baby
Arasittich Baby

Der Arasittich (Rhynchopsitta pachyrhyncha) ist ein taubengroßer, im westlichen Mexiko verbreiteter Neuweltpapagei. Sein genaues Verbreitungsgebiet liegt in der Sierra Madre Occidental von Chihuahua bis Michoacán. Früher lebten die Vögel auch in den südwestlichen USA. Ein Wiederansiedelungversuch wurde seit 1986 in den Chiricahua Mountains in Arizona mit 50 vom Zoll beschlagnahmten Arasittichen unternommen. Obwohl sich die Tiere fortgepflanzt haben, konnte sich keine stabile Population etablieren. Eine kleine Anzahl von Arasittichen lebt aber immer noch nördlich der Grenze.


Merkmale

Arasittiche ähneln Amazonen und sind wie diese von grüner Grundfarbe. Die Stirn, ein Streifen über den Augen, der vordere Scheitel, der Flügelbug und die Federn der Schenkel sind rot. Der Schnabel ist schwarz, die Wachshaut grau, ein Ring um die Augen ist weißgelb und die Iris gelborange. Die Füße sind dunkelgrau bis schwärzlich. Arasittiche erreichen eine Länge von 38 cm.

Jungvögel zeigen weniger rot, ihr Flügelbug ist grün, das rote Stirnband schmaler. Ihr Schnabel ist hornfarben, ihre Iris braun.

Mit ihren langen, spitzen Flügel haben sie ein falkenartiges Flugbild. Sie sind schnelle Flieger, die auch schnellen Greifvögeln, wie dem Habicht und dem Wanderfalken ausweichen können. Bei langen Flügen nehmen sie eine V-förmige Flugformation ein, ähnlich wie Gänse.

 

Lebensraum

Arasittiche leben in Nadelwäldern in Höhen von 1500 bis 3500 Metern. Im Winter ziehen sie in tiefere und südlichere Regionen. Unterhalb von 2000 Metern halten sie sich nur selten auf. Die Temperaturen in ihrem Lebensraum liegen meist zwischen 10 und 25 °C. Von Juli bis September gibt es fast tägliche Regenschauer. In den Wäldern wachsen vor allem Kiefern, aber auch Douglasien, Pappeln und Eichen.

Fortpflanzung

Arasittiche brüten zwischen Mitte Juni und Ende Juli in Höhen von 2300 bis 3125 Metern im nördlichen Teil ihres Verbreitungsgebietes. Ihr Nest bauen sie in Baumhöhlen, auch in alten Spechthöhlen, in Höhen zwischen acht und 28 Metern. Sie vergrößern den Eingang, sowie das Höhleninnere. Der durchschnittliche Innendurchmesser beträgt 27 cm. Die zwei bis vier Eier (Maße ca. 30,6 x 39,5 mm) werden auf einer Unterlage von Holzspänen gelegt. Die Paare schlafen zusammen in der Höhle. Die Eier werden bis zum Schlupf der Jungen etwa 28 Tage lang bebrütet. Nach dem Schlupf der Jungen bleibt das Weibchen noch 20 Tage zusammen mit den Jungen in der Höhle und wird zusammen mit den Jungen alle drei bis fünf Stunden vom Männchen gefüttert. Nach zehn Wochen sind die Jungvögel flügge.

Gefährdung

Die Bestände der Arasittiche sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Die Hauptursache ist der durch Abholzung verursachte Mangel an Brutbäumen.

 

Quelle Wikipedia